Hinter den Kulissen… Makoto Shinkai

Makoto Shinkai, ein Name, der jeder Animefan kennen sollte, wenn er sich spätestens 5 Centimeter per Second angeschaut hat. Mit seinem neuen Animeprojekt ,,Kimi no Na wa.“ (Dein Name.) möchte er im August 2016 seine Fans erneut verzaubern lassen.

Ein Anlass für uns einen der berühmtesten Regisseure, Animatoren und Drehbuchautoren der Animeindustrie, von unserem Teammitglied Gwyn als das Ausnahmetalent schlecht hin bezeichnet, unter die Lupe zu nehmen.

Kimi-no-Na-wa

Am 9. Februar 1973 durfte wohl Makoto Shinkai, gebürtig Makoto Niitsu, mit einem Schrei in Nagano auf sich aufmerksam gemacht haben. Später hatte er mit seinen jungen Jahren japanische Literatur studiert, jedoch wusste er schon vorher, genauer gesagt während seiner Mittelschulzeit, dass er seine Leidenschaft für Anime und Manga gerne mal der ganzen Welt zeigen möchte. Besonders entstand diese Leidenschaft nicht nur durch den Studio Ghibli Film ,,Das Schloss im Himmel“, sondern generell durch die alten Ghibli Filme, wo jedes mal Hayao Miyazaki seine Finger im Spiel hatte.

Sein erstes Projekt veröffentlichte er im Jahr 1999 und nennt sich Other Worlds. Der Kurzfilm ist in schwarzweiß, geht gerade mal nur zwei Minuten und erzählt die Geschichte eines Mannes und einer Frau, die über ihre Beziehung reden. Hier kann man auch Shinkais Stimme als der männliche Protagonist hören.
Doch erst mit seinem zweiten Projekt, das auch im selben Jahr in schwarzweiß erschien, konnte er anfangen sich einen Namen zu machen, indem er zahlreiche positive Kritik bekam und sogar den Großen Preis beim DoGA CG Animations-Wettbewerb im Jahr 2000 gewann.

Für die, die jetzt neugierig wurden: Sein zweites Projekt nennt sich Kanojo to Kanojo no Neko (Sie und ihre Katze) und beschreibt in fünf Minuten das Leben einer Hauskatze und seiner Besitzerin – einer jungen Dame.

Direkt nach seinem zweiten Projekt arbeitete er als Grafikdesigner für den Videospiel-Produzenten Falcom. Ein selbstgezeichnetes Bild, worauf ein Mädchen in einem Cockpit ein Handy hält, war die Inspirationsquelle zu ,,Voice of a Distant Star“ gewesen. So arbeitete er noch im selben Jahr (2000) an Hoshi no Koe, der Originaltitel zum Film, wo er dafür sieben Monate an Produktionszeit brauchte und es zusammen mit seiner Verlobten Mika Shinohara synchronisierte.

Hoshi no Koe wurde zuerst alleine von Shinkai auf seinem Macintosh geschrieben und produziert, doch einen Jahr später hatte ihn Mangazoo kontaktiert und wollte eine Reproduktion des Projektes, da es sich gut verkaufen würde, woraufhin er auch seinen Job bei Falcom kündigte. Mit neuen Stimmen erschien die OVA erst im Jahr 2002.

Nur noch ein Projekt trennt uns vor seinem Meisterwerk 5 Centimer per Second, davor entwickelte er ein anderen, ebenfalls fantastischen Titel, was sich ,, The Place Promised in Our Early Days“ nennt und im Jahr 2004 ihn nur noch bekannt machen lässt.

Shinaki wollte gerne ein Film produzieren, welches sich nicht ,wie seine Werke zuvor, Fantasy- oder Science-Fiction-Elemente beinhalteten, sondern sich in der realen Welt abspielte und dabei trotzdem eine andere Perspektive erzählte. Hierbei sollten besonders auch die realen Probleme der Menschen in Fokus stehen, die aus Zeit, Raum, den Menschen und der Liebe bestand.

Mit etwa fünf Zentimetern in der Sekunde fällt ein Kirschblütenblatt auf dem Boden, dies erwähnte Akari im Film Byōsoku 5 Senchimētoru und ließ es so zum Titel des Filmes werden, was Shinkais Wunsch von etwas anderem erfüllen sollte.
Eine weitere Besonderheit des Filmes ist der Titelsong One more time, one more chance, das von Masayoshi Yamazaki geschrieben und gesungen wurden.
So feierte es seine Premiere nicht in 5 Centimer per Second, sondern schon 1996 für den japanischen Film Moon and Cabbage. Jedoch wollte Shinkai ein Titelsong haben, der nochmal die Realität der Menschen aufgreift und es so mit einem Lied erwecken wollte, was jeder schon kennt.

Auch noch in den nächsten Jahren veröffentlichte Makoto Shinkai zwei weitere Filme. Der Erste erschien vier Jahre nach seinem letzten Werk, im Jahr 2011, und nennt sich ,,Die Reise nach Agartha“ (Hoshi o Ou Kodomo, original übersetzt: ,,Kinder, die ihren verlorenen Stimmen jagen“). Mit Kotonoha no Niwa, in Deutschland bekannt als ,,The Garden of Words“, hatte Shinkai zum ersten Mal ein Liebesfilm produziert, die sich um die japanische Bedeutung der Liebe konzentrieren soll.

Nun nach weiteren zwei Jahren seines letzten Films wurden neue Details zum aktuellen Projekt veröffentlicht. Ob dies seinen vorherigen Werken alle Ehre zuweisen wird oder uns sogar eine komplett andere Seite von Shinkai zeigen soll, werden wir schon in einigen Montan wissen.

Wer aber gerade nicht genug bekommen kann, sollte sich die Filme einfach kaufen und ein Shinkai Marathon starten, denn auch Kazé-Deutschland hat die atemberaubende Art der Erzählweise über melancholische, fantasievolle und mysteriösen Filmen von Shinkai erkannt.

 

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