Wie feiern die Japaner Muttertag?

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Wie wir Deutschen den Muttertag feiern, ist wohl bekannt, aber wie zelebrieren unsere Freunde aus der entfernten Insel Japan diesen Tag?

Kurz und knapp gesagt, einen großen Unterschied zwischen unserem Stil ist auch bei den Japanern nicht zu finden. Unter dem Motto ,,Haha no Hi“, wobei Hana für Mutter und Hi für Tag steht, möchte man als Kind seiner eigenen Mutter für alles Danken.

Auch die Japaner richten sich, wie wir, nach dem amerikanischen Prinzip. Dieser wurde nach dem zweiten Weltkrieg von den Amerikanern mitgebracht. Somit wird der Muttertag am zweiten Sonntag im Mai zelebriert. Zuvor wurde dies am Geburtstag der Kaiserin Kōjun gehalten, übrigens die Mutter des Tennō Akihito (des Kaisers Akihito). So fand der Muttertag, während er Showa Periode, am 6. März statt. Ebenfalls ist es in Japan kein gesetzlicher Feiertag.

Und kommen wir nun zu den Unterschieden. Öfters kann man hier und da lesen, dass man nicht nur seiner eigenen Mutter ,,Alles Gute zum Muttertag“ wünscht, sondern an allen Müttern. Dies ist in Japan anders. An diesem Tag steht nur die eigene Mutter im Mittelpunkt und beschenkt sie gerne mit Nelken, der Muttertagsblume in Japan schlecht hin.

Durch die Bedeutung der Nelke konnte sich dieser zur Muttertagsblume symbolisieren. Die Nelke steht für Reinheit und reiner Liebe. Auch wird nach der Farbe geachtet. So schenkt mal lieber rote oder pinke Nelken statt weiße. Der Grund hierbei liegt an der Muttertags-Gründerin, Anna Marie Jarvies, die ihrer Mutter am Grab weiße Nelken ablegte. Die pinke Nelke steht für Dankbarkeit und die rote Nelke für die Liebe zur Mutter.

Doch auch in unserer jetzigen Zeit kann man eine Veränderung bei der Geschenkwahl finden. Es werden nicht nur Nelken verschenkt, sondern auch Haushaltswaren, Süßigkeiten, Schönheitsprodukte und sogar Massagen oder Hotelbesuche. Auch die Farbbedeutung schwindet immer mehr dahin. Man passt sich nach den Lieblingsfarben der Mutter an und kauft gerne Komplettsets, worin ein Nelkenstrauß mit Süßkram zu finden ist. Neben den roten und pinken Tönen ist momentan auch gerne blaue und lilafarbige Nelken gesehen.

Wenn selbst die Mutter zu weit weg wohnen sollte, und man so keine Gelegenheit hat, diese zu besuchen, haben sich einige japanische Floristen gedacht, einen Nelken-Service anzubieten, wodurch der Nelkenstrauß in 140 Ländern verschickt werden kann. Um diese große Anzahl an Nelken überhaupt anbieten zu können, werden Wochen vorher über Millionen von Nelken aus Kolumbien nach Japan transportiert.

An diesem Tag wird gerne gerolltes Omelett Tamagoyoaki oder Chawanmushi, die japanische Variante des Eierstichs, gegessen. Tamagoyoaki findet man gerne in Bentōs wieder.

Zum Abschluss: Wenn ihr euch bei eurer Mutter nochmals gerne nach diesem Text bedanken möchtet, wie wäre es denn auf Japanisch? Dort lautet es ,,okaasan arigatou!“ (Danke, Mama.)

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