The Perfect Insider Vol.1 – Review

[masterslider id=”5″]

“Jeder ist davon überzeugt, dass das Leben etwas Erfreuliches ist. Sie, jedoch, überlegte jedes Mal wie belastend dieses Leben doch war.”

Vorab:

Als am 27. Januar der deutsche Publisher Universum Anime auf ihrer Facebookseite mitteilte, dass sie sich die Rechte an der TV Animeserie ,,The Perfect Insider” gesichert haben, hatte ich mich nach einer langen Zeit mal wieder sehr über eine deutsche Lizenz gefreut. Wieso diese Freude, fragt ihr euch? Naja, erstens hatte The Perfect Insider nicht die Anerkennung bekommen, die es eigentlich verdient hätte und generell beschäftigen sich die deutschen Animefans wenig mit Animetitel, die sich dem Genre Mystery und Psychological zuordnen lassen.

Die 11-teilige Animeserie, basierend aus dem Roman Subete ga F ni Naru (すべてがFになる ) von Hiroshi Mori, hatte seine japanische TV-Premiere am 8. Oktober 2015 und endete mit seiner letzten Folge am 17. Dezember 2015. Für die Regie war Mamoru Kanbe verantwortlich, dessen Name vielleicht für alle Elfen Lied Anime-Fans bekannt sein sollte. Kanbe arbeitete zusammen mit dem Animationsstudio A-1 Pictures, die Toshiya Ono als Drehbuchautor und Kenji Kawai als Komponist für dieses Projekt beauftragt hatten.

Universum Anime veröffentlichte am 5. August das erste Volume zum Anime. Insgesamt hatte Universum Anime zwei weitere Volumes geplant, während das zweite Volume seit dem 9. September ebenfalls zum Kauf erhältlich ist, erscheint am 7. Oktober das letzte Volume zusammen mit einem Sammelschuber.

Die Story:

theperfectinsider

Die aufmerksame und leicht verdrehte Studentin Moe Nishinosono verbrachte seit ihrer Kindheit ein Teil ihres Lebens zusammen mit dem Universitätsprofessor Sohei Saikawa. Obwohl ihre Beziehung momentan durch die aktuelle Zeit an der Uni und der undurchschaubaren Gefühle beiderseits im Unklaren steht, soll sich diese Beziehung um einen drittes Kriterium erschweren: Shiki Magata. Eine Forscherin von dem Saikawa durch ihr Wissen und Denkweise mehr als fasziniert ist. Ganz Japan kennt diesen Namen jedoch unter einem anderen Aspekt, denn vor genau 15 Jahren soll die damals 14-jährige Magata ihre Eltern umgebracht haben. Sie jedoch wurde letztendlich für unzurechnungsfähig erklärt. Magata zog nach diesem Unfall auf eine Insel, wo sich das Wunderkind von nun an mit der Erforschung von Künstlicher Intelligenz beschäftigt. Die Studentin möchte nun mehr über diese mysteriöse Forscherin erfahren und darf sogar mit ihr ein Gespräch führen, obwohl dieser vor einem Bildschirm gehalten wird. Doch dieses Gespräch sollte die junge Studentin Fragen in ihrem Inneren auslösen, die ihr die wahre Realität vor Augen halten soll. Um mehr über Magata zu erfahren, reisen darauf Saikawa zusammen mit Moe und ein paar weiteren Studenten getarnt als Studienreise zum Forschungslabor. Noch am selben Abend sollen Moe und Saikawa dasselbe Schicksal verfolgen können, was vor 15 Jahre geschah: Ein Mord im Forschungslabor, worin Shiki Magata erneut verwickelt ist… diesmal jedoch als Opfer.

Meine Eindrücke:

Eine Story auseinander zu nehmen oder wichtige Aspekte am Anfang seines Höhepunktes zu nennen, wäre in diesem Falle falsch und fehl am Platz. Aus diesem Grund möchte ich unter diesem Punkt, nicht meine Eindrücke zum Anime mitteilen, dies mache ich eher am Ende mit dem dritten Volume, sondern einen Blick hinter einer gewissen Person werfen, die gerade uns diese Möglichkeit gegeben hat: Hiroshi Mori.

Moris Leben vor der Zeit als professioneller Autor

Schon seit seiner Kindheit interessiert sich Mori für Modellbau dessen Anfang bei einem Geburtstagsgeschenk von seinem Vater begann. Schon mit jungen Jahren baute er an Autos rum, die durch menschliche Kraft vorangetrieben wurden, indem zwei Fahrräder zusammengebracht werden.

Neben dieser Leidenschaft teilte er noch eine weitere, die besonders seine jüngeren Zeiten intensiv prägten: Das Zeichnen von Manga(s). Während seiner High School Jahren, verbrachte er einige Zeit im Krankenhaus und fing an die Geschichten von Moto Hagio, bekannt für ihre Shoujo-Mangareihe, zu lesen. Er entdeckte die wahre künstlerische Schönheit eines Mangas und bewunderte seit da an besonders die Arbeit von Hagio weswegen er als Student anfing selbst an Mangas unter dem Spitznamen Mori Muku zu zeichnen. Hierbei lernte er im 2. Jahr seiner Unizeit Subaru Sasaki kennen und lieben, die später zu seiner Frau und professionelle Illustratorin wurde. Nach einiger Zeit hörte Mori auf Manga(s) zu zeichnen, bemerkt aber jedes mal, dass er ein besserer Mangaka als Romanautor ist.

Bevor er sich aber seiner Karriere als Romanautor widmen konnte, wurde er ab dem Jahr 1982 als assistierender Professor an der Mie Universität eingestellt. Mori entdeckt hierbei sein Interesse für Forschungsarbeiten und vertiefte sich mit den Themen Rheologie (Strömungslehre) und dickflüssigem Plastik, nachdem er einen Job an dem frisch gegründeten Fachbereich Architektur an der Mie Universität annahm. Bis zum März 2015 beschäftigte sich Mori weiter mit diesen Themen, kündigte jedoch in diesem Zeitraum um professioneller Autor zu werden.

migMoris Karriereanfang mit ,,The Perfect Insider”

Schon im Jahr 1996 konnte Mori sein Debüt mit keinem anderen Titel als The Perfect Insider zelebrieren. Er gewann den allerersten Mephisto Preis. Es sollte jedoch bemerkt, dass Mori zu diesem Zeitraum drei weitere Romane geschrieben hat und sein erster richtiger Werk nicht The Perfect Insider war sondern Doctors in Isolated Room. Der Chefredakteur, Hideo Uyama, wollte aber The Perfect Insider als erstes Titel bevorzugen, weil dieser der schockierendste von allen vier war. Doctors in Isolated Room erschien hierbei als vierter Titel aus der Reihe.

Das Mori zuvor als Forscher tätig war, wird auch in seinen Werken sichtbar, die sich dem ,,Rikei Mysterium“, sprich Wissenschaft Mysterium, zuordnen lassen. Im Zentrum dieser Geschichten werden Probleme dargestellt, die nur mathematisch oder wissenschaftlich gelöst werden können. Jedoch ist Mori selbst von dieser Zuordnung abgeneigt und fragt, was die Menschen wirklich meinen, wenn sie das Wort ,,Wissenschaft” erwähnen.

Und gerade The Perfect Insider ist mit dem Rikei Mysterium verknüpft. Ein Problem, was viele Kritiker kristallisiert hatten, da viel Computer-Fachwissen benutzt wird, was für viele zu Unverständnis führte. Mori deutete nach dieser Aussage hin, dass jeder Mensch kein Problem hätte die Situation zu verstehen, wenn er etwas Fachwissen erlernen würde. Er meint, dass das Computer-Fachwissen in den meisten Fällen kaum ein Unterschied zu angemessen Wörtern, wie die Namen von Marken oder Promis, machen würde, da diese als Ornamente für bestimmte Gefühle dienen.

(Quelle aus:  Hiroshi Mori’s Mystery Workshop von Hiroshi Mori, offizielle Website)

Bild & Ton:

Kurz und knapp: Alles passt! Die meisten neuen Anime aus den letzten Jahren bieten generell eine super Bildqualität an und diese Qualität kann man auch in der Blu-Ray Version von Universum Anime wiederfinden. Der Kontrast und die Schwarzwerte stimmen überein. Die Schärfe passt und so macht es auch viel mehr Spaß diesen Anime zu sehen. Der Anime ist generell nicht mit farbenfrohen Tönen ausgestattet, jedoch werden bestimmte Stilmittel und Eindrücke mit intensiven Farben präsentiert. Es freut mich deswegen, dass die Bildqualität nicht verpixelt ist oder mit den Farbwerten täuscht und so dem Zuschauer ein optimales Bild anbietet.

Der Ton ist in der originalen Vertonung, sowie auch in der deutschen Vertonung in 2.0. Ich habe keine Störungen oder sonst andere Probleme bei der Tonqualität aufweisen können.

[masterslider id=”8″]

Synchronisation:

Für die deutsche Synchronisation von THE PERFECT INSIDER wurde die Synchronfirma EuroSync GmbH aus Berlin beauftragt, die zusammen mit Paul Kaiser, der für die Aufgabe des Dialogbuchs zuständig war, und Petra Barthel und Stefan Wellner (Dialogregie) gearbeitet haben.

Da die Messlatte bei den Anime-Synchrons von Universum Anime immer so hoch sind, hatte ich hier ehrlich gesagt keine Sorgen, dass es schief gehen wird. Der Grund hierbei wäre, dass alle Charaktere sich in einem Alter befinden, worin es nicht mehr so schwierig ist passende Stimmen zu finden. Ich finde, dass jüngere Charaktere bei deutschen Stimmen sich oft  ,,falsch” anhören. Hier ist die jüngste Person eine Studentin und so passt der Stimmklang sehr gut. Die einzige Herausforderung wäre beim Charakter Shiki Magata gewesen – eine kühle, ausdruckslose Stimme mit einem leicht spitzen Unterton. Ihre deutsche Stimme, welche von Rubina Nath gesprochen wird, enttäuschte mich letztendlich nicht. Sehr gut gesprochen und präsentiert so eine interessante und undurchdringliche Shiki Magata.

Auch der Rest der Stimmen verfehlten nicht ihre Aufgabe weswegen ich hier nichts mehr hinzufügen möchte. Die Sprecherliste besteht übrigens aus folgenden Sprechern:

  • Tim Knauer Souhei Saikawa
  • Lydia Morgenstern Moe Nishinosono
  • Rubina Nath als Shiki Magata
  • Asad Schwarz als Yukihiro Yamane
  • Christin Quander als Ayako Shimada
  • Romanus Fuhrmann als Seiji Shindou
  • Jesco Wirthgen als Chikara Mizutani
  • Jessica Walther-Gabory als Deborah
  • Paul Matzke als Fuchida
  • Henning Nöhren als Fukashi Hamanaka
  • Gerrit Hamann als Kawabata
  • Bettina Kenney als Momoko Kunieda
  • Otto Strecker als Satoshi Hasebe
  • Julia Blankenburg als Setsuko Gidou
  • Helmut Gauß als Suwano
  • Walter Alich als Tomihiko Yuminaga
  • Michael Bauer als Toshiki Mochizuki
  • Bea Tober als Yumiko Shindo

Verpackung und Extras:

Das erste Volume besteht aus einer Amaray-Hülle, worin eine Disk enthalten ist. Auf der Disk sind die ersten vier Folgen des Animes zu finden. Das Cover zur Amaray-Hülle zeigt eines der Key Visuals. Als Extra ist nichts enthalten. Erst im zweiten Volume ist ein Booklet zu kriegen und im dritten Volume wird ein wunderschöner Sammel-schuber aus Festkartonage mit Glanzlaminat beigelegt, worin alle drei Volumes reinpassen. Somit sollte der Käufer beim ersten Volume nicht enttäuscht sein, wenn man darin nur eine Disk sieht. Die Qualität ist gut.

Fazit:

The Perfect Insider ist nicht gerade für jedermann. Es ist keine Krimi-Story wie man sie aus Detektiv Conan, Hyouka oder Boku dake ga Inai Machi kennt, da sich der Anime, sowie auch die Vorlage um ein anderes Thema beschäftigt: Der Mensch, Sein Wesen und die selbst erschaffende Wissenschaft. So kann es sein, dass einige sich mit diesem Thema nicht identifizieren können und schnell die Lust verlieren weiterzusehen. Doch sie würden wohl tief blickende Dialoge und auch Monologe, mit einem interessanten Blickwinkel zur Darstellung über die Gier eines Menschen verpassen. Der Mensch und seine Natur liegt hier im Fokus, wurde jedoch mit einem interessanten Mordfall überdeckt. Die Animation an sich ist hervorragend dargestellt worden und präsentiert eine ausgefallene Art und Weise die Gedanken der Charaktere darzustellen.

The Perfect Insider muss nicht gerade für jedermann sein oder vielleicht nicht in diesem Moment. Aber es ist auf jeden Fall ein versunkener Meisterwerk aus den letzten Jahren und das schon in den ersten Folgen.


© MORI Hiroshi,KODANSHA/THE PERFECT INSIDER Committee

Die Rezension stammt aus meinem eigenen Geld und wird von keinem gesponsert. ヘ( ̄ー ̄ヘ)

Wenn du dir gerne das erste Volume sichern möchtest, klick doch auf die folgenden Links:


Produktdetails:

  • Regisseur: Mamoru Kanbe
  • Sprache: Japanisch (DTS-HD 2.0), Deutsch (DTS-HD 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universum Film GmbH
  • Erscheinungstermin: 5. August 2016
  • Spieldauer: 96 Minuten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

wp-puzzle.com logo