Shigatsu wa Kimi no Uso I Vol.1 I Blu-ray – Review

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Ich traf dieses Mädchen unter den blühenden Kirschblüten und mein Schicksal begann sich zu verändern..

Vorab:

Endlich ist es so weit, nach dem ich monatelang darauf gewartet habe, dass das erste Volume zur TV Animeserie ,,Shigatsu wa Kimi no Uso” in Deutschland erscheint, war es auch am 29. Juli so weit: peppermint anime veröffentlichte die ersten sechs Folgen zu eines der meistdiskutierten Animes aus dem Jahr 2015.

Shigatsu wa Kimi no Uso basiert aus der gleichnamigen Mangareihe von Naoshi Arakawa. Mit insgesamt 44 Kapiteln wurde die Geschichte zwischen dem April 2011 und Mai 2015 im Magazin Monthly Shonen Magazine publiziert. Die TV Anime-Adaption wurde von A-1 Pictures produziert und die erste Folge erschien im Oktober 2014, während die letzte Folge am 19. März 2015 ausgestrahlt wurde und dafür sorgte, dass mehr als die Hälfte der Zuschauer ihren Vorratssammlung an Taschentüchern aufgebraucht hatten.

In diesem September kam übrigens die Realverfilmung zum Manga in den japanischen Kinos raus.

Die Story:

Es sind nun zwei Jahre vergangen. Zwei volle Jahre, worin Kōsei Arima es nicht mehr schafft den Klang eines Klaviers zu hören, wenn er auf diesen spielt. Die Ursache für seinen Trauma passierte nach dem Tod seiner sonst strickten Mutter, die nach stundenlangen Training dafür sorgte, dass Arima mit jungen Jahren sich einen Namen in der Klavier-Szene machen konnte.

Doch mit dem Tod seiner Mutter, fing Arima an seine dunkle Vergangenheit in sich hineinzufressen, wodurch er begann ein monotones und lebloses Leben zu führen. Angekommen in der Gegenwart verbringt Arima seine Schulzeit im Musikzimmer und vegetiert vor sich hin. Seine Kindheitsfreundin Tsubaki Sawabe will nicht mehr mit anschauen wie Arima vor sich hin leidet und kommt auf die Idee eines ,,Doppelt-Dates”: Ihre Klassenkameradin Kaori Miyazono scheint wohl großes Interesse für den Frauenschwarm Ryōta Watari, ein gemeinsamer Freund von Arima und Tsubaki, zu haben. Damit Kaori ihre Chance erhalten kann, sollen sich alle vier gemeinsam treffen. Während Tsubaki noch darauf hinweist, dass Kaori klassische Musik spielt, sollte Arima nicht ahnen, welche Veränderung dieses Treffen für ihn als Mensch und für sein Leben mit sich bringen wird.

An jenem Tag als ein Mädchen unter den blühenden Kirschblüten ein Stück mit ihrer Melodica spielt, entfacht in Innerem von Arima ein kleines Flämmchen, was durch den aufbauenden Kontakt mit ihr zu einer immer größeren Flamme wird, dessen Position als Freund A nicht mehr zu kennen scheint: Arima verliebt sich in Kaori, genau in das Mädchen, das in seinem guten Freund verliebt ist. Genau in das Mädchen, das die Welt der klassischen Musik ihm erneut näher bringt. Genau in die Kaori, wodurch Arima anfängt die Welt in einem Wirrwarr von bunten Farben zu sehen.

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Meine Eindrücke:

Achja, wer kennt nicht diese Feel-Animes. Mit Shigatsu wa Kimi no Uso wird nicht nur das Herz von Arima in einer nicht definierbaren Geschwindigkeit erobert, sondern auch meiner. Ich kenne einige, die mit der Story und gerade mit ihrer Entwicklung unzufrieden sind, aber wie heißt es so schön: Haters gonna hate.

Für mich ist Shigatsu wa Kimi no Uso eines der wenigen Animes, die gekonnt die humorvollen und sentimentalen Stellen so im Geschehen einarbeiten können, dass es nicht zu viel oder zu wenig wird. Die Story an sich bietet so Einiges an: Dreiecksbeziehungen, eine traurige Vergangenheit, eine böse Vorahnung im Falle von Kaori, viele lustige Stellen, die Musik an sich, die Entwicklung eines Niemanden zu einem Jemanden durch die Unterstützung des neuen Charakters und und und. Es kommt so oft vor, dass eine Geschichte genau deswegen scheitert, weil es einfach zu viel erzählen möchte, aber in Shigatsu wa Kimi no Uso stimmt einfach die Balance. Das liegt daran, weil die vielen Elemente Schritt für Schritt erzählt werden. Sie tauchen nicht plötzlich auf, sondern ergeben sich durch die einzelne Handlungen, weswegen der Zuschauer den Verlauf genauer nachvollziehen kann.

shigagif7Während am Anfang Arimas Trauma im Fokus liegt und wie er sein Leben von da an weiterführt, erscheint die neue Wende genau dann als Arima zum ersten Mal Kaori sieht. Je mehr Kaori in das Leben von Arima eintaucht, desto mehr verändert sich die gesamte Story und die Denkweise aller Charaktere. Somit ist Kaori der Zündschlüssel für alles und symbolisiert wohl den Anfang und —-> SPOILER, einfach markieren: (wohl auch das Ende). Übrigens ist die Symbolik mit der schwarzen Katze zu dieser Story auch sehr interessant, aber diesen Punkt will ich lieber in einem späteren Review erzählen.

Nun denn, die Story soll gut sein, aber reicht dies auch aus? Eigentlich ja, aber wohl nicht mit A-1 Pictures, denn das Animationsstudio erzählt nicht nur eine einfühlsame Geschichte, nein, sie produzieren auch noch eine wunder-schöne Animation. Allein durch die Animation werden bestimmte Momente und Ereignisse auf eine eindrucksvollen Art und Weise wiedergegeben. Hier wird mit viel Farbsymbolik und einprägsamen Szenen gespielt. Ich finde das Charakterdesign zu den einzelnen Charakteren nicht besonders, aber das Setting macht so einiges her.

Und mit diesem Satz höre ich auch auf. Weitere Gründe wieso der Anime einfach nur auf den obigen ,,Solltest du unbedingt schauen” Listen gehören sollte, erzähle ich beim zweiten Volume.

Bild & Ton:

Ein großer Dank an peppermint anime. Es freut mich sehr, dass die Bildqualität in keinster Weise Fehler aufwies. Wie ich es vor einigen Minuten meinte, spielt die Animation hier eine große Rolle. Es wäre zu Schade gewesen, wenn die Bildqualität in seiner Schärfe oder beim Kontrast abgeschwächt werden würde.

Der Ton ist in 2.0 und dies merkte ich in einigen Stellen. Manchmal wurde mir ein bisschen zu leise gesprochen weswegen ich nicht verstanden habe was gesagt wurde. Dies fand ich ein etwas Schade, aber da dies gering vorkam, kann man diesen Punkt einfach übersehen.

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Die Synchronisation:

Mal wieder zeigte sich die größten Sorgen in diesem Punkt: Die Synchronisation. Ich kann mich noch zu gut erinnern wie die originale Stimme von Arima mich eingeprägt hatte – eine einfühlsame, leise Stimme, die irgendwie einen beruhigt. Mit so einer starken Präsenz ist es immer schwierig für die deutschen Sprecher ein würdiges Gesamtergebnis zu liefern.

Und als ich die erste Folge mit deutscher Vertonung sah, war ich überrascht und das zum Positiven. Mir hat die deutsche Synchronisation letztendlich in den ersten sechs Folgen sehr gefallen. Hier wurde wirklich darauf geachtet wie die einzelnen Charaktere agieren, wodurch die Stimmauswahl auch passte. Die Hauptcharaktere behalten auch in der deutschen Synchronisation denselben Eindruck den man in der originalen Verfassung auch bekam: Ein ruhiger Arima, eine aufgeweckte Kaori, eine laute Tsubasa und ein selbstverliebten Ryōta (ich habe die Persönlichkeiten mal hier ein bisschen abgeschwächt).

Gerade die deutsche Stimmte zu Arima, die von Konrad Bösherz gesprochen wird, hatte mich am meisten überzeugt. Ich bekam in einigen Stellen wirklich das Gefühl wieder, welches ich auch in der originalen Vertonung gespürt hatte. Wenn man dies spürt, macht der Anime noch um einige Male mehr Spaß. Auch die anderen deutschen Sprecher gaben sich Mühe und brachten so Leben in ihren einzelnen Charakteren ein.

Für die Synchronisation sind übrigens bekannte Namen wieder zu lesen: Erneut übernahm die Synchronfirma Oxygen Sound Studios aus Berlin die Aufgabe der deutschen Vertonung eines peppermint anime – Animes. Auch ein Lob an die Synchronfirma, da sie in letzter Zeit wirklich gute Arbeit in all ihren Produktion geben. Für die Dialogregie war René Dawn-Claude und das Dialogbuch Rieke Werner zu ständig.

Die Sprecherliste besteht aus:

  • Bastian Sierich als Akira Takayanagi
  • Nicole Hannak als Emi Igawa
  • Sandrine Mittelstädt als Hiroko Seto
  • Rieke Werner als Kaori Miyazono
  • Konrad Bösherz als Kousei Arima
  • Melanie Isakowitz als Nao Kashiwagi
  • Sebastian Fitzner als Ryouta Watari
  • Antje von der Ahe als Saki Arima
  • Maximilian Artajo als Takeshi Aiza
  • Laura Elßel als Tsubaki Sawabe
  • Mareile Moeller als Yuriko Ochiai
  • Charlotte Uhlig als Junge #1 01
  • Melinda Rachfahl als Junge #2 01
  • Charlotte Uhlig als Meg
  • Melinda Rachfahl als Nashida
  • René Dawn-Claude als Saitou
  • Jenny Maria Meyer als Softball-Club-Mitglied

Verpackung und Extras:

Momentan sind die Volumes von peppermint anime mit einem Pappschuber ausgestattet, worin ein Digipack mit einer Disk zu finden ist. Als Extra ist ein Notenblatt beigelegt worden, die die Mondscheinsonate abbildet. Ein interessantes Extra, aber irgendwie zu lasch. Dafür punktet das Gesamtergebnis. Die bekannten Pasteltöne aus dem Anime sind auch auf dem Cover zu sehen, worauf auf dem Pappschuber Cover Arima und Kaori während eines Duetts zu sehen sind und auf dem Digipack Cover nur Arima abgebildet ist. Dasselbe Bild ziert übrigens auch die Disk.

Es ärgert mich ein bisschen, dass ein Pappschuber für das erste Volume verwendet wurde, aber wenigstens ist die Qualität hier besser als die von Assassination Classroom. Ein weiterer negative Punkt ist, dass die Blu-ray Kennzeichnung aufgedruckt ist, wenigstens kann man die FSK-Kennzeichnung entfernen. Ach ja, die Abbildung des Volumes im Internet trügt etwas mit den Farben, die ist nämlich nicht so intensiv wie in Wirklichkeit.

Fazit:

shigagif5Wenn du auf einem Anime stehst, worin zu 100% die Feels seinen freien Lauf lassen, dann bist du hier genau richtig. Eine Story wie aus einem Stück. Traurige Stellen, die je nach dem mit lustigen Momenten oder einfühlsamen Gesten unterbrochen werden.

In den ersten Folgen lernen wir die Welt von Arima kennen, der wiederum Kaori kennenlernt. Zusammen mit Arima entdeckt der Zuschauer die Welt von der aufgeweckte und positiv gestimmten Person, die genau das macht, was sie für richtig hält. Zwei Persönlichkeiten, die nicht unterschiedlicher sein können. Mit kleinen Hinweisen wird langsam darauf hingedeutet, was dieser Anime einem erzählen möchte, aber bis dahin erwartet uns noch viele einschneidende Momente.

Ansonsten präsentiert peppermint anime gute Arbeit in der Verarbeitung des Animes, besonders in der Bildqualität und der Synchronisation, wodurch die wichtigsten Punkte erfüllt sind.

Wer diesen Anime noch nicht kennen sollte, und das kann ich mir ja kaum vorstellen :P, wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht enttäuscht sein, wenn er dies ändern wird. Alleine schon, wenn du ein Fan von klassischer oder generell guter Musik bist.


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Vielen Dank an peppermint anime für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

©2016 peppermint anime gmbh.

© Naoshi Arakawa, Kodansha/Your Lie in April Committee.


Produktdetails:

  • Regisseur: Kyohei Ishiguro
  • Format: Blu-ray
  • Sprache: Japanisch (PCM2 .0), Deutsch (PCM2 .0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region B/2
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  • Studio: peppermint anime
  • Erscheinungstermin: 29. Juli 2016
  • Produktionsjahr: 2015
  • Spieldauer: 150 Minuten

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