Review: Assassination Classroom – Part 2

Vorab:

Wie es so üblich ist, gibt es nach dem ersten Part auch einen zweiten Part. Nachdem ich einen Blick auf den ersten Teil zu ,,Assassination Classroom“, basierend aus der gleichnamigen Mangareihe von Yūsei Matsui, geworfen habe, habe ich mit Ungeduld darauf gewartet, dass endlich der zweite und damit der letzte Teil namens ,,Assassination Classroom: Graduation” hier in Deutschland veröffentlicht wird.

Schon mit dem ersten Teil konnten die Macher der zweiteiligen Filmreihe eine positive Resonanz in Japan für sich gewinnen. Als der zweite Teil seine Premiere am 25. März 2016 in den japanischen Kinos hatte, konnte dieser Erfolg vom vorherigen Film erneut erreicht werden. Alleine in den ersten beiden Kinowochen war Assassination Classroom: Graduation auf Platz Eins der Kinocharts, wobei in der ersten Woche mehr als 540.000 Menschen den Film besucht hatten. Am Ende des Jahres landete der Film auf dem 13. Platz der besteingespieltesten Filme in Japan und konnte sich sogar den 8. Platz für den besteingespieltesten japanischen Film in Japan sichern.

In Deutschland erschien der letzte Teil am 28. Oktober 2016 direkt auf DVD und Blu-ray und wurde erneut wie bei seinem Vorgänger von MFA+ FilmDistribution vertrieben.

Story:

Bevor ich den Plot zum zweiten Film erwähne und somit eventuell spoilern könnte, schreibe ich erneut die Inhaltsbeschreibung zum groben Plot hin, damit ich vorab nichts verrate. Die Beschreibung zum zweiten Plot ist kursiv markiert. 

Die Klasse 3-E ist die sogenannte ,,End-Klasse“. Eine Klasse, die nur aus Schülern besteht, die keine Zukunft besitzen und somit von den anderen Schülern als Außenseiter diskriminiert werden. Doch einer möchte die End-Klasse nicht als eine verlorene Klasse ansehen und entschließt sich zu ihrem Klassenlehrer zu werden. Aber naja, ein Haken hat das Ganze doch. Der Lehrer ist nicht einfach irgendein normaler Lehrer, sondern eher ein gelbes Tentakelmonster, der am Ende des dritten Schuljahres die gesamte Erde zerstören will. Vielleicht hat das Ganze sogar einen zweiten Haken. Die Schüler der End-Klasse wurden mit einer bestimmten Aufgabe beauftragt, die nur sie vollbringen können, bevor Koro-sensei, so wird er von seinen Schülern genannt, die Erde zerstört: Tötet euren Lehrer, koste was es wolle!


Schon sechs Monate sind nachdem erstmaligen Auftreten des neuen Klassenlehrers namens Koro-sensei vergangen und die End-Klasse bereitet sich dem kommenden Schulfest vor. Aber auch während des Schulfestes verpassen die Schüler keine Chance ihren Lehrer zu töten, damit die Welt vor dem Untergang bewahrt ist. Aber nicht nur die Schüler wollen einen toten Koro-sensei sehen, sondern auch der Sniper Red-Eye – ein neuer Assassine, der von der Regierung aus berufen wurde. Während dieser schnell aus dem Markt ist, soll am Ende des Schulfestes ein weiterer Schüler sein wahres Gesicht zeigen: Kaede Kayano. Nachdem Kaeda ihr wahre Absichten demonstriert, ist nicht nur Koro-sensei gezwungen seine Schülern über seine Vergangenheit zu berichten, auch die Schüler selbst fangen an ihre Handlungen zu hinterfragen. 

Meine Gedanken:

Während der erste Teil mit vielen actiongeladenen und humorvollen Momenten geschmückt war, zeigt sich der zweite Teil von seiner emotionalen Seite. Es wird nun letztendlich offenbart wieso Koro-sensei so gelb und tentaklig ist und wieso er gerade zum Klassenlehrer der End-Klasse wurde. Am Ende hin erkennen die Schüler, dass das Töten einem nicht mehr einfacher fällt, wenn man die wahren Absichten der Zielperson kennt. Die Vergangenheit rund um Koro-sensei wird nicht nur emotional dargestellt, sondern auch die gemischten Gefühle von den Schülern.
So zeigen die beiden Teile aus der Realverfilmung, wie auch bei seinem Animevorgänger, zwei Seiten des Assassination Classrooms, wodurch eine große Spannweite an Zuschauern gewonnen werden kann. Am Ende hin kann man wirklich einige Tränen kullern (Obwohl es im Anime und im Manga besser dargestellt wurde.) oder am Anfang lachend umfallen.

Was ich nicht verstehe ist, wieso Red-Eye plötzlich im Geschehen eintaucht. Die Story wird so ohne Grund umgeändert, da Red-Eye seinen Auftritt am Anfang der gesamten Story hatte und einer der ,,schwächeren Assassine” darstelle. So versucht der Film am Anfang noch krampfhaft den Faden des ersten Teils beizubehalten und schwankt plötzlich zum emotionalen Teil über als eine Schülerin anfängt ihr wahres Gesicht zu zeigen… und selbst dieser Teil wurde etwas flach daher erzählt, damit wohl mehr Zeit für Koro-senseis Vergangenheit gewonnen werden konnte. Und das ist eines der Pluspunkte an dem Film. Der Regisseur Eiichirô Hasumi wollte wohl die meiste Spielzeit dafür opfern, um die Entstehung des Koro-sensei und seine Bindung zu Aguri Yukimura intensiver darstellen zu können, wodurch der Film viel mehr Tiefe bekam und so die negative Kritikpunkte am Anfang des Filmes überschatten konnte. Leider wurde die epischen Fights zwischen den einzelnen Schülern gekürzt, die sich nun entscheiden mussten, ob sie Koro-sensei töten oder retten wollen.

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MFA+: 

Wie bei seinem Vorgänger erschien der Film direkt auf DVD und Blu-ray Disc in einem Amaray-Case. Auf dem Cover ist der Filmposter zu sehen. Was mich erfreut hat, war die Tatsache, dass sich die Bildqualität im zweiten Teil um einiges verbessert hat. Alles ist viel schärfer und gesättigter. Die Tonqualität wies wie zuvor keine Störungen auf.

Auch werde ich nicht so viele Worte zur deutschen Synchronisation verlieren. Da keine Veränderungen vorgenommen wurden, bleibe ich bei meiner selben Meinung: Gute Arbeit! Man kann sich beide Filme ruhig in der deutschen Vertonung anschauen. Da die Sprecher ihre jeweiligen Rollen nicht flach nachgesprochen haben, machte es mir sehr viel Spaß den Film auf Deutsch zu schauen, wodurch die Story seinen Glanz nicht verloren hatte, da gerade der zweite Teil mit vielen emotionalen Stellen verbunden ist.

Hier ein kleiner Einblick zur deutschen Umsetzung:

Fazit:

Angekommen am Ende kann man sagen, dass Assassination Classroom es sich geschafft hat in Japan einen Namen zu machen, egal, ob es sich hierbei um die originale Mangareihe, um die Anime-Adaption oder sich letztendlich um die Realverfilmungen dreht. So wird man diese Beliebtheit nicht gerade in Deutschland wiederfinden, trotzdem heißt es nicht, dass die Realverfilmung fehl geschlagen ist.

Obwohl ich Realverfilmungen gegenüber Mangareihen oder Animeserien immer mit einem kritischen Blick begutachte, da viele einfach Freihand eine andere Story erzählen, waren meine Befürchtungen groß, dass auch dies der Fall hier wäre. So war ich überrascht, wie gut die Filme umgesetzt worden sind und obwohl sie einige Kritikpunkte haben, kann man sich im Großen und Ganzen kaum beschweren, da bekanntlich im Filmen nicht dieselbe Zeit vorhanden ist wie bei einer Serie.

Wer gerne damit anfangen möchte sich japanischen Realverfilmungen anzuschauen, denen kann ich gerade die beiden Filme sehr ans Herz legen. So ist es nicht schlimm, wenn man die Geschichte rund um die End-Klasse nicht kennt, da die Filme eine nette Version zum Manga wiedergeben. (Es ist trotzdem ratsam den Manga zu lesen.) Und da die Filme nicht gerade teuer sind, macht man auch kaum Verluste ;).

 


Diese Review entstand aus eigener Kasse.

©2016 MFA+

©2016 Fuji Television Network, Shueisha, J Storm, Toho, Robot © YUSEI MATSUI/SHUEISHA

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Produktinformation

  • Darsteller: Kazunari Ninomiya, Sergey Kuvaev, Mirei Kiritani
  • Regisseur: Eiichirô Hasumi
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Japanisch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: MFA (AV Visionen GmbH)
  • Erscheinungstermin: 28. Oktober 2016
  • Produktionsjahr: 2016
  • Spieldauer: 115 Minuten
Review: Assassination Classroom – Part 2

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