Review: Ajin – Demi-Human – Band 1

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Noch vor ein paar Tagen hatte ich berichtet, dass die Mangareihe “Ajin – Demi-Human” von Gamon Sakurai und Tsuna Miura eine Filmreihe bekommen wird. Gleichzeitig stellte der Verlag Egmont Manga den ersten Band der Reihe zum Verkauf bereit. So kann man nun den ersten Band Nummer, welches 228 Seiten besitzt und ein Gratisposter enthält, für 7,50€ kaufen.

Ich selbst kannte die Mangareihe zuvor nicht und war um so mehr über die Story gespannt, die im ersten Augenblick wie eine weitere Version von von Tokyo Ghoul oder Parasyte aussieht. Den wie der Mangatitel es verraten lässt geht es um die Ajin, um Halbmenschen. Diese sollen versteckt auf unserer Erde als ,,normale Menschen” leben, jedoch gelte sie als unbekannte Art, denn sie können sich innerhalb von Sekunden regenerieren und sind so unsterblich. 

Aber Ajin hat es geschafft schnell seine eigene Story zu erzählen, wodurch es sich gekonnt von den anderen Werken abgegrenzt hat – und das schon im ersten Kapitel.

Eine Sache, die mich total vom Erzählstil her fasziniert hat, ist, dass ich nach dem Ende des Bandes immer noch kaum etwas über die Ajin weiß und in welcher Richtung der Protagonist sich schlagen wird, somit habe ich das Gefühl eines dieser unwissenden Menschen aus der Mangareihe zu sein, die genauso wenig wie ich über diese neue Lebensart zu wissen. Die einzigen bekannten Informationen wird einem direkt am Anfang erzählt. Die weiteren Informationen muss von Kapitel zu Kapitel mit den Protagonisten selbst herausfinden, die jedoch aus verschiedenen Perspektive erzählt werden: Gut und Böse, Freund und Feind, von den Wissenden und Unwissenden.

Genau so fühlt sich auch unser Protagonist Kei Nagai. Ein ruhiger, desinteressierter High School Schüler, der nur für das Lernen lebt. Noch. Plötzlich wird er von einem Wagen überfahren und die Chancen diesen Unfall zu überleben wären fast bei Null. Fast. Ajin sind Wesen, die nicht sofort sterben können, egal was man mit ihren Körpern anstellt. Ajin sind keine Menschen. Auf Ajin ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Die Lebensart Ajin kennt man seit 17 Jahren. Weltweit gibt es 47 bestätigte Ajin. In Japan 2. Nein 3. Kei, der sich all das noch vor ein paar Stunden im Unterricht angehört hatte und ein Mensch war, wird nun zum Ajin. Er überlebt den Unfall ohne einen Kratzer, aber verliert in diesem Moment seine ganze Existenz.

So muss er fliehen, da man mit jedem Ajin Versuche anstellt, die keiner spüren will. Weil Ajin keine Menschen sind, muss Kei fliehen. Verzweifelt wird er von seinem alten Freund Kaito, mit dem er noch vor Kurzem kein Kontakt mehr hatte, gerettet.

Im ganzen Band geht es eigentlich um ihre Flucht, dabei wird im Hintergrund zwei Perspektiven aufgegriffen, die sich selbst mit den Ajin beschäftigen: Die Forscher und die einer Ajin-Gemeinschaft.

Auch wird der Konflikt, ob Kei nun ein Mensch oder ein Ajin ist, im Band behandelt, wodurch Kei am Ende erneut flieht und sich erhofft seine Antwort bei den Ajin zu finden, die bis jetzt noch keiner entdeckt hat.

Die Zeichnung selbst ist auch mit vielen dramatischen Zeichnungen und einem starken schwarz-weiß Kontrast geschmückt. Die Charaktere haben bis jetzt ein schlichtes Design und unterstützen so die Handlung, indem sie nicht hervorstechen.

Es gibt kaum Kritikpunkte, da man auch noch nicht viel zur Story sagen kann, außer, dass sie momentan sehr spannend ist. Egmont Manga hat bei der Übersetzung auch gute Arbeit geleistet. Das Lesegefühl hatte nicht der Spannung geschadet und das ist meistens wichtig. Daneben sind die extra vier Seiten am Anfang bunt und verleiht ein nettes Gefühl, dazu gibt es ein Poster.

Ich möchte auch gar nicht mehr zum Inhalt aufgreifen, damit ihr so wie ich selbst beim Lesen die steigende Spannung spüren könnt. Die 7,50€ lohnen sich hier. Viel Spaß beim Lesen.

 

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