Neues Animationsstudio befindet sich in einem regionalen Ort von Japan

訪れたアニメファンらを案内する小林美代子さん(左中央)=総社市Ein Animationsstudio in einer lokalen Region? Bis jetzt wagte das kaum jemand, aber Miyoko Kobayashi möchte genau dies ändern. Die Stadt Soja aus der Okayam Präfektur ist nun mit einem Animationsstudio reicher, welches sich direkt im Einkaufsviertel befindet. Das Studio nennt sich Anime Studio Ekakiya und wurde von Miyoki Kobayashi gegründet. Die Eröffnungsfeier soll am Sonntag stattfinden.

Kobayashi ist 55 Jahre alt und besitzt schon langjährige Erfahrungen aus der Animationsszene. Nach ihrem Abschluss an der High School, arbeitete sie für einige Animationsfirmen aus Tokyo, darunter auch Tezuka Productions, da sie ,,etwas anderes machen wollte”.

So war sie in den Aufgabenbereichen wie Fotografie, Editing und Color Setting zuständig und agierte auch als Assistan Director und Assistant Producer. Kobayashi war zum Beispiel für die Produktionen wie Pokemon oder Yo-kai Watch zuständig.

Als Kobayashis Mutter 2014 verstarb, zog sie nach Okayama hin um für ihren Vater zu sorgen. Sie entschied sich während dieser Zeit eine eigenes Unternehmen zu gründen, das sich mit dem Thema Animation beschäftigen soll. Hierbei sollte ihre Erfahrungen die Basis des neuesten Animationsstudios bilden. Aber ohne Unterstützung ist es schwierig solch einen Schritt zu wagen. Seit dem letzten Jahr besuchte Kobayashi erneut Tokyo und nahm an Events teil um für ihre Präfektur zu werben, nachdem sie mit mehrere Unternehmen und Behörden sprach, entschied sich die Stadt Soja die finanzielle Unterstützung zu geben. Hiermit soll Kobayashi die erste Person darstellen, die von der Stadt finanzielle Hilfe bekommt, wenn sie etwas Neues in ihrer Stadt gründen wollen. Die Hilfssumme kann bis  zu 500.000 Yen (ca. 4500 €) betragen.

Auch die Bewohner erhoffen sich durch diesen frischen Wind, dass mehr Besucher kommen, besonders Jüngere, die sich für Anime interessieren. Momentan sind neben Kobayashi zwei weitere Mitarbeiter nach Soja gezogen, die zusammen mit drei weiteren Mitarbeitern arbeiten, die jedoch in Kobayashis Büro in Tokyo tätig sind. Die Aufträge soll das Studio durch die vielen Kontakte von Kobayashi erhalten, die sie während ihrer Zeit in Tokyo gewinnen konnte. Kobayashis Ziel ist es mit dem Studio originale Anime Stücke zu produzieren, die sich mit dem Thema Umwelt beschäftigen, ähnlich wie bei ,,Mein Nachbar Totoro”.

Daneben möchte Kobayashi für Studenten Arbeitserfahrung anbieten, die Animation oder Kunst in der Nähe von Soja studieren. Der Grund dazu wäre, da sie sich erinnern kann, dass viele nach Tokyo gekommen sind um zu arbeiten, aber kurz danach wieder die Stadt verlassen mussten, da es schwierig war genug Geld mit den aktuellen Jobs aus der Animeindustrie gewinnen zu können.

Kobayashi ist zuverlässig darüber, dass die Arbeit einer Animeproduktion auch in regionalen Städten möglich ist, da sich viele Arbeitsschritte digitalisiert haben.

Quelle: The JapanNews, Image: Sankei

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