Kodomo no Hi

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Vielleicht hat ja der ein oder andere gestern auf sein Kalender geschaut und festgestellt, dass es der 5. Mai ist. Ja, es ist ein bundesweiter, gesetzlicher Feiertag und zeitgleich haben die Väter die Erlaubnis bekommen ohne Reue für einen Tag trinken zu können, aber auch in Japan gab es gestern einen Grund zu feiern.

Während der Golden Week kann man am 5. Mai den Kindertag, sprich den Kodomo no Hi, feiern. Somit ist der Kindertag der letzte Feiertag während der Golden Week. Wie der Name es einem schon verraten lässt, konzentriert sich dieser Tag um die Kinder. So wollen die Japaner an diesem Tag die Persönlichkeit des Kindes respektieren. Dabei wird geachtet, dass die Kinder ihren Feiertag mit Freude genießen.

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Ein weiteres Highlight ist die Karpfenfahne, in Japan bekannt als Koi-Nobori. Im Laufe der Zeit gab es eine Veränderungen bei der Farbbedeutung jener Fahnen. Am Anfang war es gedacht, dass die schwarze Fahne den Vater und die etwas kleinere, rote Fahne den ältesten Sohn repräsentieren soll. Wenn es mehr Jungs in der Familie gab, wurde danach eine blaue, eine grüne und je nach dem aus welcher Region man kommt eine lilafarbige oder orange Fahne gehisst.
Nachdem die Regierung beschlossen hatte den Jungentag (Tango no Sekku) zum Kindertag umwandeln zu lassen, durften nun die männlichen und weiblichen Kinder ihr Glück hissen. So repräsentiert nun der rote Koinobori die Mutter, welches gerne mal pink als rot ist. Die danach folgenden Fahnen repräsentieren die Kinder, somit die Söhne und die Töchter.
So werden diese gerne über das Haus gehisst, wobei zuerst der Schwarze für den Vater, der Zweitgrößte für die Mutter und die etwas kleineren und verschiedenen farbigen Fahnen die Kinder, die jeweils nach dem Alter des Kindes geordnet sind, darstellen soll.

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Ebenfalls ist es gerne gesehen, wenn eine Puppe von Kintaro auf einem großen Karpfen reitend und der japanische Militärhelm Kabuto präsentiert werden. Hierbei ist Kintaro der Kindheitsname von Sakata no Kintoki, einem Helden der Heian Zeit, der dafür bekannt war als Kind Stärke zu zeigen.

Für das leibliche Wohl wird auch gesorgt. Auf der Liste stehen Speisen wie Kashiwa-Mochi und Chimaki. Kashiwa-Mochi sind Reiskuchen, die von Eichenblättern umhüllt sind.

Der Ursprung des Chimakis wird wohl aus China kommen, die es gerne als Zongzi bezeichnen. Diese isst man gerne traditionell zum Drachenbootfest, welches am 5. Tag des 5. Monats nach dem chinesischen Kalender stattfindet.

Bilder: Att-Japan ; Nihonnobunkasai ; Immcenter Blogspot

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