Fünf Jahre Fukushima – Wie geht die Anime- und Mangabranche damit um?

Fukushima Short Anime


Am 11. März, genauer gesagt vor zwei Tagen, trauerte Japan an einem Ereignis, was vor fünf Jahren stattfand und einen schwarzen Tag der japanischen Geschichte darstellen sollte.
Durch ein Erdbeben in der Tohuku Region wurde eine Tsunamiwelle ausgelöst, die dadurch zu Kernschmelzen in den Reaktoren 1 bis 3 des Atomkraftwerkes Fukusgima Daiichi beisteuerte.

Eine furchtbare Kettenreaktion, die dazu führte eines der schlimmsten Reaktorunfälle nach Tschernobly im Jahr 1986 zu sein.
Ungefähr 19.000 Menschen kamen durch den Tsunami ums Leben oder werden noch als vermisst angezeigt. Viele Gebiete wurden zerstört oder waren sogar teilweise unbewohnbar. Familien wurden auseinandergerissen und mussten ihre Heimat verlassen.

In diesen fünf Jahren versuchte die japanische Regierung, sowie auch die Bevölkerung, den davon gebliebenen Schaden zu entfernen und neue Hoffnung für die betroffenen Bewohnern zu geben.

Gerne möchte man diese fünf Jahre in irgendeiner Art und Weise dokumentieren, wo sich einige dazu entschieden haben einen Anime zu produzieren.

Eines dieser Animes nennt sich ,,Miraieno Tegami – Kono Michi no Tochukara“ ( Ein Brief an die Zukunft – Vom Halben Wege bis hierhin) und ist ein Short Anime, welches vom Animationsstudio Gainax Co. und aus der Leitung der Präfektur Fukushima entstanden ist, mit 10 Folgen, die jeweils zwei Minuten gehen und reale Geschichten repräsentieren. Mit diesem Projekt erhofft sich die Regierung Fukushima in ein besseres Licht zu rücken.

Ob diese Produktion wirklich die wahren Seiten des Unglückes zeigt oder nur seinen Zuschauern etwas Schönes einreden will, ist jedem selbst überlassen. Da die japanische Regierung die Rückkehr zur Atomenergie stark befürwortet, klagen besonders die Menschen aus Fukushima über diese Entscheidung. Es gäbe keine handfeste, positive Entwicklung in den einzelnen Gebieten, obwohl viele Arbeitslose und Teilzeitjobber zurückkehren und beim Aufbau helfen.
Jedoch soll trotzdem eine Kluft zwischen der restlichen Bevölkerung entstehen, die nichts mit der Sache zu tun haben möchten.

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Kritikpunkte, die im Short Anime nicht zu sehen sind. Trotzdem erfüllen die Folgen ihre Funktion, indem es die Menschen und ihre Geschichten zeigt, die sich in diesen fünf Jahren entwickelt haben.

Weitere Wege mehr über Fukushima zu erfahren, wäre zum Beispiel der Manga ,,Daisy aus Fukushima“ von Darai Kusanagi, Reiko Momochi, Teruhiro Kobayashi und Tomoji Nobuta, welches das Leben von Daisy während ihrer Schulzeit nach dem Unglück zeigt und von Egmont Manga lizenziert wurde. Hierbei geht 1 Euro pro verkauftem Band als Spende an
„Hilfe für Japan“, ein Projekt der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Dortmund.

Eine weitere tolle Empfehlung wäre der Manga ,,3/11 – Tagebuch nach Fukushima“ von Yuko Ichimura und Tim Rittmann, dass man bei Carlsen Manga bekommen kann.

 

 

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