Empfehlung: Hana to Alice: Satsujin Jiken

Tetsuko Arisugawa ist 14 Jahre alt und ein Scheidungskind. Nachdem sich ihre Eltern getrennt haben zieht das Mädchen, welches mit Spitznamen auch Alice genannt wird, mit ihrer Mutter in eine andere Stadt.

Bereits an ihrem ersten Schultag passiert dem Mädchen ein schreckliches Unheil. So sehen es jedenfalls Alice neue Klassenkameraden, denn der Mittelschülerin wird der Sitzplatz von Yuda, oder wie ihn seine Mitschüler nannten “Judas” zugewiesen. Um diesen Ranken sich auf der Schule etliche Gerüchte.
Angeblich soll der Junge bereits verheiratet gewesen sein, aber nicht nur mit einem, sondern gleich mit mehreren Mädchen.
Eine seiner Frauen wurde im Laufe der Zeit eifersüchtig und ermordete Yuda daraufhin mit einem Gift. Dies sei auch der Grund, warum er seit einem Jahr nicht mehr zur Schule geht. Alice, welche nun den Platz dieses Jungen inne hat wird daraufhin regelrecht stigmatisiert und von den Mitschülern gemobbt. Eines Tages soll Alice einem Mädchen aus ihrer Klasse, welches ebenfalls seit einem Jahr die Schule nicht mehr besucht, die Hausaufgaben vorbei bringen.
An ihrem Haus angekommen, stellt Alice fest, dass die Tür offen steht und betritt eben jenes. Dort trifft sie auf Hana.
Nach einem mehr als unglücklichen Start für die beiden stellt sich bald heraus, warum Hana die Schule nicht mehr besucht: Sie ist Yudas Mörderin.
So würde es jedenfalls heißen, wüssten die anderen Mitschüler davon. Doch Hanas Geschichte spielt sich etwas anders ab.
Alles war nur ein Streich der schief gelaufen ist und niemand weiß genau, was damals wirklich mit Yuda geschehen ist.
Gerüchte verbreiteten sich zu diesem Zeitpunkt wie ein Lauffeuer und die Geschichte um den polygamen Mittelschüler welcher durch Mord sein Ende fand nahm ihren Lauf.
Alice beschließt daraufhin mit Hana, der ganzen Sache auf den Grund zu gehen und so beginnt für die beiden eine spannende Suche nach der Wahrheit.

“Hana to Alice” stammt aus der Feder des Regisseurs Shunji Iwai und wurde von dem bekannten Studio “Pony Canyon” produziert.
Im Gegensatz zu anderen Anime bei denen die Live-Action Adaption nach der eigentlichen Serie, oder dem Film gedreht wird, ist es hier genau anders herum. “The Case of Hana and Alice”, wie er im Westen genannt wird ist das 2015 erschienene Prequel zum 2004 veröffentlichten Realfilm.
Beim 19. “Fantasia International Film Festival” in Montreal gewann Regisseur Shunji Iwai mit diesem Werk Bronze in der Kategorie der animierten Film und dies zurecht.
Dies ist jedenfalls meine Meinung, denn auch wenn “Alice to Hana” in den ersten der ingesamt 99 Minuten etwas Mühe damit hat Fahrt aufzunehmen, so erwartet einen doch ein wunderschönes “Coming of Age-Drama” mit zwei äußerst symphatischen Hauptcharakterinnen, viel Witz und einem ganz besonderen Charme.

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