Empfehlung: Genshiken

Sasahara Kanji und Kasukabe Saki sind vor kurzem beide frisch auf die Uni gewechselt. Der eine ist eher unscheinbar und schüchtern, der andere ein aufgeschlossener Schönling. Doch obwohl beide sich so verschieden sind, verbindet sie etwas: Das enorme Interesse an Anime. Beide wollen daher einem Club beitreten, bei dem sie unter gleichgesinnten genshiken1sind.
Während Sasahara ob seiner Natur eher zögerlich an die Sache herangeht, kommt Kasukabe direkt auf den Punkt und tritt dem Genshiken bei. Dies ist der Club, welcher unter dem vollen Namen „Gesellschaft zum Studium moderner visueller Kultur“ alle Otakus der Universität vereint. Sasahara, welcher sich jedoch nicht eingestehen will, dass er auch zu diesen Otakus gehört, belässt es vorerst beim hinein schnuppern in die Aktivitäten des Clubs. Doch da hat er die Rechnung ohne Madarame, dem Co-Leiter des Genshiken, gemacht. Dieser hat bereits einen Plan ausgetüfetelt, um Sasahara aufzuzeigen, dass er gar nicht so anders ist. Dieser Plan gelingt in soweit, dass Sasahara ab dann bereit ist mit allen etwas zu unternehmen. Durch die viele Zeit, welche er mit den verschiedenen Mitgliedern des Genshiken, und Saki, Kasukabes “normaler” Freundin verbringt, öffnet sich Sasahara allmählich und sieht langsam ein, dass Madarame mit seiner Einschätzung ihm gegenüber doch nicht so falsch lag.
genshiken3
Anime welche sich mit der japanischen Otaku-Kultur befassen gibt es gewiss einige, doch Genshiken aus dem Studio Palm ist mit seinen 12 Jahren einer der Vorreiter zu diesem Thema.
In all diesen Jahren hat es wohl kein, beziehungsweise kaum ein Anime geschafft, sich so gut mit dieser Thematik auseinander zu setzen. Dies liegt nicht nur an den verschiedenen, aber durchweg sympathischen Charakteren des Otaku-Clubs, sondern auch an den Machern selbst. So kommt man gar nicht drum herum zu bemerken, dass diese ihre Hausaufgaben gemacht haben. Das zeigt sich vor allem in gut platzierten Anspielungen auf andere Werke aus der Anime-Welt. Der aufmerksame Zuschauer bemerkt dies bereits am Anfang, wenn als Klingelton das Lied “Carrying you” von Joe Hisaichi
(Titellied von Ghiblis “Das Schloss im Himmel”) auf dem Handy eines Genshiken-Mitglieds ertönt. Eine weitere große Besonderheit ist der Anime “Kujibiki Unbalance”, welcher wohl in Genshiken die beliebteste Anime-Serie der Protagonisten darstellt. Klingt nicht besonders? Sowas haben andere genshiken2Anime auch? Gewiss. Aber keiner von ihnen hat sich die Arbeit gemacht, aus dem Anime im Anime eine eigenständige, 24 minütige Serie zu machen. Vorerst zwar nur als drei Folgen umfassende OVA, zwei Jahre später dann sogar als Anime,  welcher mit 12 Folgen genauso lang ist wie Genshiken selbst. Doch blieb es nicht nur bei “Kujibiki Unbalance”. Mit den Jahren erhielt auch Genshiken selbst mehrere OVAs, sowie zwei Fortsetzungen.
In Deutschland wurde die erste Staffel von Kazé, welche damals noch Anime Virtual hießen, auf DVD veröffentlicht und der Manga vom Heyne Verlag. Manga und Anime sind jedoch aufgrund des Alters hauptsächlich nur noch gebraucht zu finden. Bei einem so genialen Klassiker in Sachen Comedy-Anime aber auch nicht weiter verwunderlich. Von mir gibt es jedenfalls eine uneingeschränkte Empfehlung für alle Staffeln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

wp-puzzle.com logo