Der Dezember in Japan – Teil 2: Weihnachten

Es ist Weihnachten. In Deutschland wird während dieser Zeit gerne die Chance ausgenutzt die Familie wiederzusehen, umso gemeinsam ein paar gemütliche Tage zu verbringen, wo man viel isst und sich einiges gegenseitig schenken lässt. Doch wie wird eigentlich dieses Fest in Japan zelebriert?

Eines sollte einem direkt am Anfang bewusst sein. In Japan ist Weihnachten kein religiöser Feiertag oder ein Fest, denn die Mehrheit der Bewohner in Japan vertreten dem Shintō Glauben oder dem Buddhismus. Jedoch bemerkt man in den letzten Jahren wie sehr die feierliche Bedeutung, sprich nicht die religiöse Bedeutung, mehr an Wichtigkeit im Land der aufgehenden Sonne bekommen hat.

Heiligabend verwandelte sich so zu einem ,,Valentinstag“ um. Verliebte Paare treffen sich an diesem Tag zu einem Date und verbringen dies meistens in Restaurants, die zur dieser Zeit gerne überfüllt sind und gute Profite erzielen können.
Die Großstädte sind festlich geschmückt, gerne findet man hier und dort einen Weihnachtsbaum um ein Foto schießen zu können. Auch gibt es Lichterfeste, eines der bekanntesten in Japan ist die Tokyo Christmas Illumination, die weltweit viel Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Colonel Santa by Mark

Besonders isst man an diesem Tag keine Weihnachtsgans, sondern gerne mal frittierte Hähnchen, wo Kentucky Fried Chicken Spitzenreiter in diesem Bereich ist. Am liebsten isst man an diesem Tag den Christmas Cake, was aus einem Biskuitkuchen mit viel Sahne und Erdbeerstückchen besteht.

Aber keine Sorge, wenn du nicht in einer Beziehungen sein solltest. Dann kannst du einfach eine Singleparty besuchen, die extra an diesem Tag stattfindet und von Arbeitskollegen oder Schulfreunden meistens in Karakokebars gehalten wird.

In Japan sagt man statt Merry Christmas ,,Meri Kurisumasu“. Auf Hiragana wird dies auf めりーくりすますgeschrieben, auf Katakana jedoch メリークリスマス. Auch hat Santa seinen eigenen Katakana, dass übersetzt Santa-san bedeutet ( サンタさん、サンタクロース).

Aber nicht nur Santa verteilt gerne Geschenke, sondern auch einer der sieben japanischen Göttern der guten Zukunft namens ,,Hoteiosho“, der nichts mit dem Christentum zu tun hat, aber eine Ähnlichkeit zum Santa Claus besitzt. Er ist ein buddhistischer Mönch mit einem kleinen Bäuchlein und besitzt einen Sack voller Spielzeuge. Am Hinterkopf besitzt er ein weiteres Auge, wodurch er alle Kinder beobachten kann und so weiß wie artig die Kinder waren.

frontpage: Tokyo Tower and Roppongi Christmas illumination by Manish Prabhune

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