Der Dezember in Japan – Teil 1

Wie ihr es wohl gemerkt habt, befinden wir uns mitten im Dezember. Für Japan ein besonderer Monat, da man in diesem Zeitraum all das Geschehene nochmals Revue passieren lässt. Im diesen Sinne werden bestimmte Pflichten und Aufgaben erfüllt, damit man das neue Jahr mit einer ,,gereinigten Seele“ willkommen heißen kann.

Eines dieser Ereignisse nennt sich Ôsôji (大掃除) oder auch bekannt als susuharai (煤払い). Traditionell findet dies am 13. Dezember jedes Jahres statt. Übersetzt bedeutet es ,,das große Reinigen“ und dient zur Vorbereitung des Neujahrsfestes. So wird das Haus von vorne bis hinten einmal komplett geputzt, sprich vom Dreck des Jahres befreit, und lässt so seine Bewohnern eine ,,innerliche Reinigung“ vollziehen, damit im neuen Jahr nichts schief gehen kann. Doch wie man es kennt, ist die Theorie anders als die Praxis, und so findet der große Hausputz nicht am 13. Dezember statt, sondern gerne am Ende des Monats.

Auch möchte die Japaner am 13. Dezember am liebsten nicht nur ihr Zuhause komplett reinigen, sondern auch ein Kieferbaum am Eingang des Hauses stellen. Bekannt ist diese Tradition als Kadomatsu (門松) und soll so den Gott des Neuen Jahres erleichtern auf die Erde zu kommen, indem er durch die Hilfe des Kieferbaums herabsteigen kann. In den früheren Jahren ging man noch gerne aufs Land und besorgte sich seinen eigenen Kieferbäume, obwohl die japanische Bevölkerung heutzutage immer noch ihre Bäume selbst schlagen, findet ein neuer Trend statt, indem man einfach sich ein fertig geschmückten Baum im Laden kauft. Genau wie am Ôsôji tendieren die Japaner dazu am liebsten den Baum an Ende des Jahres zu stellen.

Bildquelle: kadomatsu by sekihan

 

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