Das Gion Matsuri – Das einmonatige Sommerfest in Kyoto

"COPYRIGHT Jeffrey Friedl"
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Jedes Jahr findet im Juli in einer der geschichtlich und kulturell bedeutendsten Städte Japans eines der beliebtesten Festen statt, nämlich das Gion Matsuri. Das Besondere am Fest ist, dass es den ganzen Juli überstreckt und mit zwei atemberaubenden Paraden geschmückt ist, dem Yamaboko Junkō , der einmal am 17. Juli und am 24. Juli stattfindet, genauer gesagt heute. Übrigens heißt dieser Festival Gion Festival, da es sich an dem Namen eines Stadtbezirks von Kyoto, Gion, anlehnt. Gion ist heutzutage eines der bekanntesten und beliebtesten Geisha Distrikte.

Während des Festivals sind viele Straßen von Kyoto gesperrt und bieten Platz für spektakuläre Paraden, Spiel- und Essensständen oder weiteren Attraktionen an. Neben dem Yamaboko Junkō gibt es auch die Drei Nächte, die einmal am 16. und 23. Juli stattfinden und sich yoiyama nennen, sowie am 15. und 22 Juli. Jedoch heißen diese Nächte yoiyoiyama und am 14. und 21. Juli ist der yoiyoiyoiyama an der Reihe. An diesen Nächten sind die Straßen mit jeden Mengen Essensbuden gefüllt, die hierbei für den leiblichen Wohl mit Gerichten wie Yakitori, Taiyaki, Takoyaki oder mit Okonomiyaki sorgen. Auch gibt es genug Auswahl für die Besucher, die eher eine süßlichen Zunge besitzen. Die Gäste, besonders die weiblichen Gäste, ziehen ihren Yukata, einen Sommer-Kimono, an, spazieren durch Kyoto und tragen hierbei ihre die traditionell japanischen Geldbörsen oder Papierfächer.

Eine weitere Möglichkeit um die japanische Kultur näher an diesen Tagen kennenlernen zu können, wäre die Ausstellungen von privaten Häusern im alten Kimono-Händler Distrikt, die extra an den Drei Nächten geöffnet sind und alte Erbstücke präsentieren. Diese Ausstellungs-Form wird auch Byōbu Matsuri genannt und bietet gerade für die Gäste, die nicht aus Kyoto kommen, eine einzigartige Art und Weise an mehr über das traditionelle Leben von Japan und von Kyoto erfahren zu können.

Der Gion Matsuri hört sich im ersten Moment nach einem typischen japanischen Sommerfest an, der einfach mehr Show anbietet und sich auf mehreren Tagen ausstreckt. Jedoch war der ursprüngliche Sinn dieses Festivals nicht dieser gewesen den Menschen die japanische Kultur näher zu bringen, sondern eine ganz andere. Im Jahr 869 litten die Menschen an einer Seuche und gaben in ihrer Not die Schuld an Gott ,,Gozu Tennō”. So wollte der damalige Herrscher einen reinigenden Ritual durchführen und sprach zu seinem Volk, dass sie im Yasaka Schrein zu Gott beten sollen. Hierbei wurden 60 Hellebarde dekoriert, die jeweils eine Provinz vom alten Japan entsprachen und später im Shinsen-en, einem Garten, aufgerichtet wurden. Im Laufe der Zeit wurde dieses Ritual immer dann durchgeführt, wenn eine weitere Katastrophe anbrach. Seit 970 wurde es zu einem alljährliches Event, die Jahr zu Jahr immer mehr aufwendiger und ausgefallener wurde und somit seine ursprüngliche Idee überdeckte.

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Images: Japan-Guide / Jeffrey Friedl  / Kyouya 

 

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