Danganronpa Vol.1 I DVD I Review

 


Vorab:

Ich muss gestehen, dass ich bis zum deutschen Release des 1. DANGANRONPA Volumes nichts aus dem Visual Novel gespielt habe oder gar die Animeserie dazu geguckt habe. Während es für viele auf ihrer Lieblingsanime-Liste ganz weit oben steht, hatte ich nach einer passenden Gelegenheit gesucht um endlich mit dem Anime anfangen können. Nun bekam ich diese Gelegenheit. (*•̀ᴗ•́*)و ̑̑

Seit dem 2. September ist das erste Volume mit den ersten vier Folgen zur beliebten TV Animeserie Danganronpa hier in Deutschland erhältlich. Der Anime wurde von Japan durch den deutschen Publisher Filmconfect Anime nach Deutschland gebracht, die im Juni bekanntgaben sich die Rechte an der Serie gesichert zu haben.

Danganronpa basiert aus dem Visual Novel von Spike Chunsoft und bekam nach seinem Erfolg mehrere Fortsetzungen, Roman- und Manga-Adaptionen und im Jahr 2013 erstmalig eine TV Anime-Adaption, die vom Animationsstudio Lerche produziert und von Seiji Kishi Regie geführt wurde. Kishi hat übrigens die Regie auch für die Animeserien Assassination Classroom 1 und 2, Angel Beats! und Danganronpa 3: The End of Kibōgamine Gakuen übernommen.

Mit 12 Folgen lief die Serie während der Herbst Season und bekam eine Bonusfolge, welches im finalen Volume des japanisches Home Releases zu finden war. Mit freundlicher Unterstützung von Filmconfect Anime möchte ich mit dieser heutigen Review euch das erste Volume auf DVD vorstellen.

Inhalt:

Makoto Naegi kann sein Glück kaum fassen: Er darf auf die Elite-Schule namens Hope’s Peak Academy gehen, eine Schule, die nur aus hochklassige Schüler besteht, die hervorragende Fähigkeiten oder Eigenschaften besitzen. Doch Makoto ist ein durchschnittlicher Typ und versteht einfach nicht wie er hier gelandet ist. Aber Makoto darf sich nur für einen kleinen Augenblick freuen… er wacht in einer Sporthalle auf und findet vierzehn weitere Schüler vor sich, die von ihrem Schuldirektor begrüßt werden: Einem Bär namens Monokuma. Und dieser hat sich etwas ganz Besonderes zur Begrüßung einfallen lassen: Spiel oder Stirb.

Alle 15 Schüler sind ab diesem Moment in der Academy eingesperrt und sollen sich gegenseitig umbringen. Wenn sie es geschafft haben jemanden zu töten ohne das es dabei auffällt, dass er der Mörder ist, darf er wieder das Gebäude verlassen. Aber wenn diese Person zuvor entlarvt wird, naja, dann stirb sie. Welche von den 15 Schülern schafft es letztendlich aus dieser Zwickmühle zu entkommen ohne viel Blut an den Händen kleben zu haben?

Meine Eindrücke:

Es gibt zwei Punkte, wieso dieser Anime so viele Fans für sich gewinnen konnte: Die Animation und die Story.

Die Story

Jagen oder gejagt werden. Für was entscheidest DU dich? Eine Frage, die sich nun die fünfzehn Schüler stellen müssen. Ihr neuer Direktor kennt schon die spaßige Antwort, aber für seine Schüler steht plötzlich der eigene Tod auf dem Spiel. Eine Story, die gerade in den Anfangen für viel Aufmerksamkeit sorgt und so die Spannung direkt auf dem Höhepunkt hält. Der Zuschauer fiebert und rätselt mit, versucht wie der verlorene Protagonist seine eigene Rolle im System zu finden und achtet dabei die potentiellen Feinde einzugrenzen. Da alle Charakter sich mit ihrer neuen Umgebung genauso zurechtfinden müssen wie der Zuschauer selbst, entsteht schnell eine Sympathie zu denen. Gerade die ersten Folgen sind mit viel Spannung verpackt, was aber nicht heißen muss, dass die nächsten Folgen dasselbe Potential zeigen müssen wie die Anfangsfolgen.

Aber die Story hat so seine Schattenseiten, wie es bei den meisten Adaptionen der Fall ist. Ich weiß, dass ich von den Anfangsfolgen spreche, aber es ist Schade, dass der Zuschauer nicht selbst aufgefordert wird zu denken, also direkt. Ihm wird einfach der Fall vorgeworfen und direkt danach wird dieser auch offenbart. Mit den kleinen Schlüsselszenen kann der Zuschauer nicht viel anfangen und muss sich so mit der Denkweise der Charaktere anpassen. Auch wird nicht alles im Anime wiedergegeben, wodurch das Spiel mehr Tiefe für die Story und für die Charakterentwicklung anbietet und selbstverständlich den Spieler dazu auffordert selber zu agieren.

Die Animation

dangagif1Die Animation fand ich sogar im Anime besser als die Story an sich. Mit charakteristischen Elementen, die man sonst in einem Visual Novel sehen kann, brachte die Animation eine Abwechslung herein und unterstütze die Story sogar in einigen Szenen. Obwohl die Story einen guten Kerngedanken hat, ist sie in einigen Stellen lückenhaft. Ich muss den Anime weiter schauen und hoffen, dass diese Lücken noch gefüllt werden. Dementsprechend glaube ich, dass die Animation diese Lücken momentan abdeckt. Die plötzlich auftauchende Texte, der neue Blickwinkel, die intensiven Farben, der Charakterdesign und Darstellung der Todesfälle lockert die noch nicht aufbauende Story auf und lässt das Ganze interessanter erscheinen.

Die nächsten Folgen zeigen, ob die Animation ausreicht oder die Story in den nächsten Folgen nicht auf demselben Punkt bleibt und dem Zuschauer sich mit neuen Seiten offenbart.

Bild & Ton:

Ich habe die ersten vier Folgen auf zwei verschiedenen Bildschirmen geguckt und hatte bei beiden Male keine negative Kritikpunkte aufweisen können. Keine verpixelte Stellen und die Farbwerte stimmen auch überein. Das fand ich hier sehr erfreulich, da der Anime mit einer Vielzahl von intensiven Farben spielt.

Der Ton ist jeweils in 2.0. Auch hier gab es keine Probleme, die hier erwähnt werden müssten. Kommen wir doch so zum nächsten Punkt.

Synchronisation:

Die Synchronisation übernahm für diesen Titel das Synchronstudio TNT Media GmbH aus Berlin. Für die Dialogregie war zuerst Heinz Burghardt zuständig, jedoch wurde diese Aufgabe ab der viertel Folge von Philip Süß ausgeübt, der übrigens auch die deutsche Stimme zu Makoto Naegi ist.
Als ich zum ersten Mal die deutsche Stimme von Monokuma gehört habe, musste ich schon grinsen. Zuerst dachte ich mir nur, oh Spongebob is back, da Santiago Ziesmer auch der Synchronsprecher für unseren gelben Quadratkopf ist. Mir ist danach auch aufgefallen, dass es für Ziesmer nicht der erste sprechende, plüschartige Charakter aus einem Anime ist. Zuvor konnte man Ziesmar markante Stimme in Kämpfer als Harakiri Tiger hören. Und obwohl es bei allen drei Charakteren auffällt, dass es von derselben Person gesprochen wird, muss ich zugeben, dass ich nur in den ersten Sekunden an Spongebob gedacht habe, da Monokuma diesen gefährlichen Unterton besitzt und so nicht ,,lächerlich” wirkt.
Ansonsten muss ich mich zur Synchronisation nicht viel äußern. Die anderen deutschen Stimmen passen sich ihrem Charakter an und keiner fiel wirklich groß aus seiner Rolle. Gerade, da viele Sprecher zuvor auch in einigen Animeserien beteiligt waren, zum Beispiel Amadeus Strobl als Son-Goku in Dragonball Kai oder Patrick Keller als Kirito in Sword Art Online, haben sie es einfacher sich einem Charakter aus einem Anime anzupassen, somit sollte keiner von der deutschen Vertonung wirklich enttäuscht sein.

Die Sprecher wären:

  • Makoto Naegi als Philip Süß
  • Monokuma als Santiago Ziesmer
  • Kyoko Kirigiri als Franciska Friede
  • Byakuya Togami als Amadeus Strobl
  • Kiyotaka Ishimaru als Fabian Kluckert
  • Mondo Oowada als Finnlay Kühn
  • Aoi Asahina als Sarah Alles
  • Hifumi Yamada als Benno Lehmann
  • Chihiro Fujisaki als Jamie Lee Blank
  • Sakura Ohgami als Franziska Pigulla
  • Celestia Ludenberck als Runa Aleon
  • Touko Fukawa als Alice Bauer
  • Yasuhiro Hagakure als Christopher Kohn
  • Leon Kuwata als Patrick Keller
  • Sayaka Maizono als Jennifer Weiß
  • Junko Enoshima als Peggy Pollow

Verpackung und Extras:

Wie ich es zuvor auf Facebook erwähnt hatte, bin ich gerade vom ,,Tastgefühl” von der Verpackung sehr angetan. Ich weiß jetzt nicht wie ich die Folie genau beschreiben soll, aber sie gibt ein mattes Gefühl wieder. Ansonsten ist eine Digipack vorhanden, worin eine Disk mit einem Monokuma Cover und als Extra ein kleines Booklet zu finden ist (klein wegen dem Inhalt, nicht wegen der Größe). Die Digipack selbst befindet sich in einem Pappschuber dessen FSK-Kennzeichen leider darauf bedruckt ist. Das Verwunderliche hierbei ist, dass die DVD Größe des Volumes genauso groß ist wie bei der Blu-ray Version, was vielleicht bei einer Sammlung leicht aus dem Konzept fallen könnte.

Auch ist es etwas Schade zu bemerken, dass das Gesamtkonzept von den ehemaligen Filmconfect Lizenzen wie bei Clannad und Sankarea besser umgesetzt war als hier bei Danganronpa. Es ist nicht schlecht, aber es gab schon besseres. Was mich aber am meisten stört, ist gerade dieser Pappschuber, da es einfach anfälliger ist. Die Gebrauchsspuren offenbaren sich zu schnell, obwohl man die Digipack nur ein bis zweimal aus dem Schuber rausgeholt hat. Daneben ist es wirklich schwierig die Digipack in dem Schuber reinzubekommen und da man sich anstrengt, entstehen weitere kleine Gebrauchsspuren.

Ein weiteres Extra neben dem Booklet sind übrigens Postkarten, die man nur bei jeder Vorbestellung kriegen kann. So konnte man bei der Vorbestellungen zum ersten Volume die ersten vier von 16 Postkarten zum Sammeln erhalten. Dieselbe Zahl ist auch bei der Vorbestellung des zweiten Volumes möglich.

Fazit:

dangagif2DANGANRONPA ist ein Anime, der mich nicht loslässt, aber auch nicht wirklich ergreift. Klar will ich sehen wie die Schüler es schaffen aus diesem Gebäude wieder rauszukommen und klar will ich sehen welche Charaktere unter diesen Umständen noch ihr wahres Gesicht zeigen werden, aber Danganronpa bleibt momentan in seiner eigenen Story stecken. Die ersten drei Folgen erzählen an sich dasselbe, obwohl jede Folge von der Dramatik her immer intensiver wird. Nur die interessante Darstellung der Animation schafft es diese Lücken zu füllen. Ich bin gespannt wie es in den nächsten Folgen weitergehen und empfehle gerade diesen Anime fürs erste den Leuten an, die generell auf Visual Novels stehen oder Krimigeschichten mit viel Blut mögen.

Filmconfect Anime bietet für einen guten Preis drei Folgen in einem Volume an dessen Verpackung außer dem Tastgefühl schon qualitativ besser war, aber da die Synchronisation und die Bild- und Tonqualität dieses Problem überdecken, kann man noch diesen Punkt verdrängen.


Du bist neugierig geworden? Dann bestelle doch das erste Volume und entdecke den Höllentrip den die Schüler aus der Hope‘s Peak Academy am eigenen Leib spüren müssen:


dangavol1Produktdetails: 

  • Regisseur: Seji Kishi
  • Sprache: Japanisch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Filmconfect Home Entertainment GmbH (Rough Trade)
  • Erscheinungstermin: 2. September 2016
  • Produktionsjahr: 2013
  • Spieldauer: 71 Minuten

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