DoKomi 2016


Was ist die DoKomi?

Einmal im Jahr findet in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen die Anime-Manga-Convention ,,DoKomi“ statt. DoKomi, die Abkürzung zu Doitsu Komikku Maaketto, möchte erneut mit seiner achten Veranstaltung seit dem Jahr 2009 seine Fans die Anime, Manga, Games, Cosplay, sowie auch die Japanszene näher bringen.

Unter diesem Anhaltspunkt kann man viele Aussteller und Händler finden. Ebenfalls sind Zeichner und Fanprojekte vor Ort und ein Angebot von Bühnenshows. Mit dem Host-Club ,,,Sweet Spice“, dem Maid-Cafe ,,Lucky Chocolate“ und einer kleinen Auswahl an japanischen Essen soll auch neben dem Spaßfaktor der Wohlfühleffekt gesichert werden.
Erstmalig wurde die Convention mit einer neuen Ebene verlängert und möchte so mehr Platz für die mehr als 20.000 Besuchern liefern.

All das will auch das DoKomi Team in diesem Jahr erreichen. Ob dies geschafft wurde oder nicht möchte ich gerne mit meiner Erfahrung in diesem Bericht mitteilen.

Die lange Warterei…

Die diesjährige DoKomi fand zwischen dem 30.April und dem 1.Mai im Messe-Center von Düsseldorf statt. Ich selbst hatte mir nur eine Tageskarte für den Samstag vorab bestellt und war schon seit halb zehn am Messe-Center und durfte eine lange Schlange, die sich irgendwann in zwei spaltete, vor mir finden. Schnell stellte sich heraus, dass wirklich keiner wusste, wo genau man sich hinstellen musste. Vielleicht sollte ich auch bemerken, dass dies hier mein erster Besuch ist. Nach einiger Fragerei bei den anderen wartenden Besuchern konnte ich bei der sechsten Person erfahren, dass die ,,kleinere“ Schlange für den Eingang ohne Kasse gedacht sei.
So schloss ich mich dieser an, jedoch fühlten wir uns alle trotzdem etwas planlos bis zwei Helfer so ca. 20 Minuten nach Eröffnungsbeginn kamen und erstmal versucht haben die Masse richtig aufzuteilen, womit meine Schlange wirklich die Schlange war, die für die Besucher gedacht ist, die schon ein Ticket vorab gekauft haben und diese nur noch zum Scannen einreichen müssen. Und genau richtig gelesen 20 Minuten nach Eröffnungsbeginn wartete ich schon draußen, leider beim schlechten Wetter, bis ich erstmal informiert wurde, wohin ich mich anstellen muss. Hier wäre es sehr hilfreich gewesen Schilder oder andere Hinweise der Art hinzustellen. Diese Idee kam übrigens nicht nur von mir, sondern von vielen weiteren Mitmenschen, die dasselbe Schicksal erleiden mussten, denn insgesamt musste ich 40 Minuten warten bis ich endlich im Messe-Center drin war. 40 Minuten waren für mich doch etwas zu viel, auch wenn ich es verstehen kann, dass viele Menschen um diese Uhrzeit schon anwesend waren. Aber so groß war diese kleinere Schlange nun doch nicht und mit einem Ticket, was nur noch am Ende vom Personal einzuscannen war, keine allzu große Herausforderung für einen. Deswegen war ich doch ein bisschen angenervt von dieser Tatsache. Auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse und der Comic Con in Dortmund letzten Jahres hatte ich nicht solche Probleme.

Die Zeichner

Egal, nun war ich endlich drin. Aber wie es aussieht sollte mich dieses planlose, leicht verzweifelte Gefühl für den ganzen Tag nicht im Stich lassen. Man bekam direkt am Eingang ein Programmheft, der wirklich eine super Druckqualität und eine optimale Größe hatte. Mit vielen Infos gepackt war auch der Hallenplan zu finden. An sich ganz hilfreich, trotzdem brauchte ich meine Zeit bis ich wirklich wusste, wo ich war und wohin ich nun gehen musste. Und glaubt mir, ich war nicht die einzige, die sich öfters fragte welche Richtung nun das Beste wäre. Egal, irgendwann habe ich den Weg zu den Zeichnern gefunden. Ein großer Raum mit vollgepackten Zeichnern, die etwas wenig Platz hatten, aber um jeden Fan beglücken zu können, muss man wohl auch hier und da Abstriche ziehen.
Mein Ziel lautete ,,Chen“. Ein wundervoller Künstler und Mensch. Seine Werke sind für mich immer mystisch, schön und anders zugleich. Hier habe ich leider auch etwas zu viel Geld ausgegeben. (Das Leider wollte unbedingt mein Konto stehen haben). Danach hatte ich mir in Ruhe die anderen Künstlertische angeschaut. Und gut, dass ich dies früh gemacht hatte. Später wurde es einfach durch die Masse etwas zu eng. Man konnte trotzdem zu den Künstlern hin, aber durch den schmalen Gang war es schwer etwas voranzukommen. Aber trotzdem war dieses kleine Problem für den tollen Einblick Wert. Ich habe einige neue Namen kennengelernt und konnte mir andere tolle Zeichnungen ergattern.

Fanprojekte

Direkt danach versuchte ich weiter zur Halle 3 zu kommen. In dieser Halle konnte man alle Händler und Aussteller finden, bevor ich mich aber dahin begeben konnte, fand ich mich im Bereich der Fanprojekte wieder. In diesem Bereich will man die noch unbekannten Projekte mehr ins Licht rücken lassen. Einer dieser Projekte wäre zum Beispiel das deutsche Visual Novel Projekt von Kamiya Soft. Unter dem Namen ,, Das multidimensionale Unterwäschefach“ wollte man den Otome Game-Fans das Herz höher schlagen lassen. Ein Mädchen und eine Auswahl an verschiedenen Jungs mit verschiedenen Persönlichkeiten. Momentan ist eine kostenlose Demo verfügbar, die man hier herunterladen kann:http://kamiyasoft.de/demo/.

An sich ist der Fanprojekt-Bereich sehr nett, aber noch aufbaufähig. Daneben gab es auch den Fashionbereich, der wirklich eine kleine, aber feine Größe hatte und einige nette Sachen angeboten hatte. Hier fühlten sich bestimmt einige Besucher, besonders die weiblichen, mehr als wohl.

Die Halle 3

Endlich an der Halle 3 angekommen, die an sich eine große Halle ist und dementsprechend viel Platz anbot und nicht so überfüllt war wie im 1. Obergeschoss, suchte ich auch erstmal nach Ständen, wo ich später genug Geld ausgeben könnte. Von den Publisher-chans waren FilmConfect, Kazé, KSM, Anime House, Nippon Art und Peppermint Anime anwesend. Nur Tokyopop Deutschland hatte den Verlagposten abgedeckt. Trotzdem gab es genug weitere, tolle private Händler, die einen mit großer Mangaauswahl versorgt hatten.
Ein weiterer toller Stand war wohl otaku.de. Mit einer ausreichenden Auswahl an japanischen Süßigkeiten, die einen fairen Preis besaßen, musste ich einfach zuschlagen, somit gab es für eine kurze Zeit genug Pockys und Mochis in meinem Schrank.
Daneben konnte man japanisches Porzellan in der günstigeren Variante kaufen. Es war übrigens derselbe Stand wie auf der LBM gewesen. Sie bieten wirklich farbenfrohe Teller, Teeservice oder Teebecher an, die nicht mal all zu teuer sind und ein bisschen Japanfeeling ins Ganze hineinbrachten. Eine weitere Attraktion war wohl der YouTuber Kurono, der mit einer langen Schlange wohl damit beschäftigt war freundlich in die Kamera zu gucken.

Neben Manga, Anime, Süßigkeiten und Porzellan konnte man noch tolle Figuren bewundern oder gerne auch kaufen. Auch wurde die Möglichkeit angeboten Kleidungsstücke, wie bedruckte T-Shirts mit netten Sprüchen oder Kimonos zu kaufen. Neben Merchandise und Plüschis war in der Halle 3 noch der Japanese Food Corner zu finden und schloss das Programm damit ab. An sich ist das Angebot nett und durchschaubar. Aber die Halle wirkte so etwas leer und es hätte vielleicht nicht geschadet bisschen mehr Angebot bekommen zu können, da man öfters dasselbe sah.

Karaoke

Bevor meine Freunde kamen, besuchte ich schnell den Karaokeraum. Dort konnte man mit einer gut beschmückten Auswahl an Songs seine Seele aussingen lassen. Ich fand es toll, wie hier keiner den anderen wirklich ausgelacht hat, wenn die Person nicht vielleicht die Stimme eines Popsängers hatte, eher sang man bei einigen Songs mit und klatsche am Ende freundlich. Hier war eine nette Atmosphäre wiederzufinden, was mich sehr erfreut hatte.

Mein Fazit

Aber kommen wir mal langsam zum Schluss, denn nach fast zwei Seiten Text will das hier wohl auch kaum einer mehr lesen und ein Hallo an all die, die es bis hierhin durchgehalten haben. Die DoKomi bietet wirklich das an, was sie verspricht. Man bekommt Workshops, die immer leider überfüllt sind -.-, eine kleine Auswahl an Kaufoptionen, Fanprojekte haben nun ihre Chance sich besser vorstellen zu können und die Künstler waren auch zahlreich vertreten.
Aber das war es auch schon. Die DoKomi ist jetzt nichts Besonderes. Es ist nett, aber für den Preis von 24€ doch etwas überteuert. Für einen Samstagbesuch reicht es auf jeden Fall aus, aber nach drei Stunden wusste ich ehrlich gesagt auch nicht mehr, was ich da machen sollte. Klar mit seinen Freunden kann man die Zeit auch schneller vergehen lassen, aber ich hatte mir etwas mehr von der DoKomi erhoffen lassen.

Aber ein Pluspunkt an den DoKomi Helfern, die waren alle ganz freundlich und hilfsbereit.

 

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